So zähmst du deinen inneren Schweinehund

Der innere Schweinehund. Jeder von uns besitzt ihn. Wenn ich mir vorstelle wie der Schweinehund aussehen soll, dann muss ich innerlich lachen. Ein Tier, das im Duden wie folgt beschrieben wird.

 

” Trägheit und Feigheit gegenüber einem als richtig erkannten Tun” – Duden.

 

Aber wie mit  jedem Haustier, muss und kann der Schweinehund auch erzogen werden.

Um etwas an meiner Figur zu ändern, habe ich mir in meinen Zwanzigern oft vorgenommen regelmässig Sport zu treiben. Bestimmte Auslöser haben mich zu diesem Entschluss bewegt. Meine Lieblingshose hat gekniffen, beim letzten Familienfest habe ich mich maßlos überfressen oder ein bestimmtes Kleidungsstück im Einkaufszentrum stand mir nicht und habe es deshalb nicht gekauft.

Diese Trigger haben  meine Motivation in die Höhe katapultiert. Ich war unaufhaltbar und fest entschlossen mehr Sport zu treiben.

In dieser Phase ist es einfach sich hohe Ziele zu stecken. Ich malte mir aus, dass ich jeden Morgen um 5 Uhr aufstehe, um 30 min Joggen zu gehen und das alles noch vor dem Frühstück. Es ist nicht unmöglich, doch wurde ich bald auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Der Wecker klingelte tatsächlich um 5 Uhr Morgens und da war ER.

Der Schweinehund und flüsterte mir leise ins Ohr: “Komm Lissy, bleib doch noch liegen, damit kannst du auch morgen anfangen” Und es passierte folgendes…. Nichts.

Ich habe mich vom Schweinehund verführen lassen und  bin nicht aufgestanden und all meine gesteckten Ziele waren dahin gesickert. In den meisten Fällen ärgert man sich hinterher über seine Entscheidung. Ich weiß, ich tat es.

Heute (10 Jahre später)  ist ein regelmässiges Workout ein Teil von mir geworden, weil ich in den letzten eineinhalb Jahren lernte ich wie ich meinen Schweinehund erziehen kann, sodass er nicht mehr mein Leben bestimmt. Er ist zwar noch da, aber ich höre nicht mehr so oft auf ihn.

Das schöne am Mensch sein ist, die Wahl zu haben sich zu entscheiden. Du willst auch mehr Sport treiben?

Ich zeige dir

5 Wege, um deinen Schweinehund richtig zu erziehen

und du wirst erstaunt sein wozu du alles fähig bist.

 

  1. Sei ehrlich

Wie du aus meiner Geschichte oben erfahren konntest, habe ich meine Ziele mehr Sport zu treiben ziemlich hoch gesteckt. An sich ist das auch nichts schlimmes. Eine gute Herausforderung ist immer etwas Positives. Doch war ich nicht wirklich ehrlich zu mir. Der Schweinehund riecht es wenn du unehrlich bist.  Um 5 Uhr aufzustehen wenn du eigentlich erst um 7 aufstehen musst pünktlich um 8 im Büro zu sein?

 

Das war für mich kein realistisches Ziel. Vor allem wenn du kein Morgenmensch bist. Besser wäre es für mich gewesen: Wecker auf  6.15 Uhr stellen, Workout,  7 Uhr duschen;

Das reicht locker, um  trotzdem pünktlich um 8 Uhr im Büro zu sein.

 

Fange damit an deinen Wecker 30 min früher zu stellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Schweinehund das gar nicht mitbekommt und dich machen lässt, ist so am größten.

 

Warum muss ich unbedingt Sport am Morgen machen?

Du musst nicht, aber es gibt so viele Gründe warum du es tun solltest:

Du wirst dich fitter, ausgeglichener, wohler und wacher fühlen. Außerdem hast du es für den Tag geschafft und das Leben kann dir nicht mehr dazwischenfunken.

Solltest du dir dennoch nicht vorstellen können dein Workout am Morgen einzulegen, dann ist das auch völlig ok. Du bist ehrlich. Wenn du ehrlich zu dir bist, wirst du einen perfekten Zeitpunkt am Tag für dich finden, wann Sport am besten in dein Leben passt. Für jeden ist es ein anderer.

 

  1. Planen ist alles

 

Wir planen heut zu Tage alles. Wann wir uns mit Familie und Freunden treffen, Arzttermine, Besprechungen. Wir planen und organisieren unseren Alltag. Mach es zu einer Gewohnheit auch dein Workout zu planen. Nicht nur wann am Tag du es machen willst, sondern auch was du machen willst.

Überlege dir schon mal deine Übungen. Social Media kann dir dabei eine große Hilfe sein. Mehr dazu in Punkt 4.  so musst du am nächsten Tag gar nicht  groß  überlegen. Du hasst alles bereits super geplant.

Ich habe mal einen guten Tipp im Internet gelesen. “Leg dir deine Sport Sachen am Abend vorher schon zurecht”. Das klingt einfach.  Ist es auch und nebenbei sehr effektiv.

Mit dem Akt, dass du dir deine Sporttasche oder deine Sportklamotten am Abend vorher rauslegst, entscheidest du dich bewusst schon am Abend vorher dein Workout zu machen. Es verankert sich in deinem Gehirn.  Wenn dann der Wecker klingelt ist der erste Gedanke vielleicht wieder “Ich habe gar keine Lust” aber du wirst einen zweiten Gedanken gleich danach haben “Ach ja, ich hab mir ja schon meine Sachen rausgelegt” Der Schweinehund mag es gar nicht wenn man vorausplant. Meist hält er sich dann im Hintergrund. Einmal aufgestanden geht der Rest von ganz alleine.

 

  1. Weniger ist mehr

 

Wusstest du, dass du in nur 4 Minuten mit deinem Workout fertig sein kannst?  Stundenlanges Training ist gar nicht nötig um Veränderungen an deinem Körper zu beobachten. Wir alle haben viel zu tun, haben Familien, Jobs, Hobbies. Das sollte nicht in den Hintergrund gedrängt werden, nur weil du mehr Sport in deinem Alltag integrieren willst.  Meine schnellsten Erfolge beim Abnehmen hatte ich, mit 4 Minuten Workouts am Morgen. Ja 4 MINUTEN. Das war mein Workout für den ganzen Tag. Es war ein cooles Gefühl nach den 4 Minuten zu wissen, ich habe geschwitzt, ich bin außer Atem und das Beste:

 

“Ich habe es für heute geschafft”.

 

Wie ist das möglich?

Diese 4 Minuten bestehen aus einem Hoch Intensiven Intervall Training. bei dem dein Herzschlag in die Höhe katapultiert wird. Gleichzeitig kräftigst du deine Muskulatur um deine Beine und den Po zu formen, einen flacheren Bauch zu bekommen und um schöne sexy Arme zu kriegen, die im Sommer in einem trägerlosen Top einfach fantastisch aussehen.  Gepaart mit einer “sauberen” Ernährung, wirst du erstaunt sein wie effektiv das ist. 6 Minutes to Skinny von Craig Ballantyne ist das Programm das mir dabei geholfen hat, mehr Sport in mein Leben zu bringen.

 

Nun habe ich Lust auf mehr und meinem Schweinehund gefällt das gar nicht.

Nach den 4 Minuten kamen 10 Minuten, dann 15 und 20 Minuten. Jetzt 7 Monate nachdem ich mein erstes 4 Mintuen Workout gemacht habe, mache ich 30 Minuten Sport 3-4 Mal die Woche. Weil ich das will, nicht weil ich es muss. Ich habe das Gefühl mein Körper braucht es und es geht mir einfach besser. Ich habe langanhaltende Energie und das wirklich von Morgens bis Abends ohne eine Mittagsmüdigkeit zu verspüren.  Über diesen Spruch, den ich bei Instagram gelesen hatte, habe ich früher nur lachen können, weil ich es damals ziemlich unrealistisch fand:

 

Eines Tages wird dein Workout heute, dein Aufwärmtraining sein.

 

Doch jetzt hat sich dieser Spruch für mich bewahrheitet. Meine 4 Minuten Workouts, sind jetzt mein Aufwärmtraining und darauf bin ich sehr stolz.

 

4. Social Mediaso hast du den Schweinehund im Griff

 

Weil das Internet so normal geworden ist und uns in so vielen Dingen helfen kann, frage ich mich manchmal wie ich früher ohne ausgekommen bin. Für manche ist es ein Fluch, (oder) für andere ein Segen. Für mich ist es definitiv ein Segen. Gerade Soziale Netzwerke wie YouTube und Instagram haben mir unheimlich geholfen im Aufbau eines gesunden Lifestyles.

 

Als ich endlich kapiert hatte, dass Sport und Ernährung mein Lebensstil werden muss und nicht nur eine Phase meines Lebens ist, die ich irgendwann wieder ablegen kann, habe ich auch etwas gebraucht, das mich täglich an mein Vorhaben erinnert.

Vor knapp eineinhalb Jahren, als ich mich entschlossen habe meine Wunschfigur zu bekommen, habe ich mich bei Instagram angemeldet. Ich habe die Nutzer abonniert die Workouts, gesunde Rezepte und ihre Transformationsgeschichten posteten.

Jedes mal wenn ich mein Konto aufgemacht habe, wurde ich nur von solchen Posts angestrahlt. Von Frauen die es geschafft haben ihre Traumfigur zu bekommen. Tolle, lecker aussehende Rezepte und kreative Workoutideen für zu Hause.

Natürlich wirst du deshalb nicht von jetzt auf gleich all deine Gewohnheiten ändern, doch wenn du immer wieder reinschaust wirst du hier und da interessante Sachen finden die dich dazu bewegen werden mal das Rezept

oder die eine oder andere Fitnessübung auszuprobieren. Du zeigst dem Schweinehund wo’s langgeht und seine Stimme, die dich von deinem Vorhaben abhält, wird leiser und leiser. Du machst einfach.

Aber nicht nur Instagram sondern auch YouTube ist eine sichere Quelle, um Motivation und Inspiration für dein Vorhaben zu finden. Bei Youtube kannst du tolle Workout Videos zum mitmachen finden, wie zum Beispiel meine lieblings Online-Trainer Karina und Katrina von Tone it up.

 

5. Der Weg ist das ZielFeier deine Fortschritte

 

Jedes mal wenn du etwas Neues lernst, dauert es bis du deine neue Fähigkeit beherrschst. Es braucht Geduld und Übung, um in etwas richtig gut zu werden. Es ist ganz egal was es ist. Ob du lernst ein neues Gericht zu kochen oder eine neue Sprache zu sprechen. Du weißt einfach, dass es eine Weile dauern wird bis du es beherrschst. Du gehst davon aus. Jedoch freust du dich wenn du Fortschritte machst um immer besser wirst.

Bei deiner Fitness ist es ganz genau so. Du lernst etwas Neues. Deine Muskeln lernen etwas Neues. Dein Körper lernt etwas Neues. Hormone werden ausgeschüttet.  Dein Stoffwechsel wird angeregt. Endorphine werden freigesetzt. Damit muss dein Körper erstmal klar kommen.

Wenn du das verinnerlichst, kannst du dich auf deine Fortschritte konzentrieren und dich über sie freuen. Je mehr du die kleinen Babyschritte erkennst, desto kleinlauter wird der innere Schweinehund.

Ein Tagebuch hilft dir dabei deine sportlichen Fortschritte sichtbar zu machen.

Schreibe dir deine Ausgangsmaße auf (Bauch, Oberschenkel, Hüfte evtl. Arme). Und aktualisiere sie alle 10 Tage. Du kannst darauf getrost verzichten dein Gewicht zu notieren, denn das ist kein maßgebender Wert. Bei Frauen schwankt das Gewicht sowieso um 2 kg hin und her.  Ich habe zum Beispiel in den letzten 7 Monaten 10 cm Bauchumfang verloren und nur 1kg abgenommen. Wäre ich auf mein Gewicht fixiert wäre ich längst am verzweifeln, doch wichtiger sind die cm die du verlierst und freue dich über jeden Millimeter. Welche Gründe es noch gibt auf deine Waage zu verzichten erklärt dir Melli hier in einem kurzen Video.

Freue dich auf jeden Workout. Freue dich, dass du stärker und selbstbewusster wirst. Freue dich, dass dein Bauch flacher und dein Po knackiger wird.

Genieße es wenn du Komplimente bekommst und winke sie nicht ab nur weil du noch nicht da angekommen bist, wo du noch hinwillst.

Gewohnheiten zu ändern ist nie leicht. Wir haben uns ja schließlich an einen bestimmten Lebensstil gewöhnt. Es braucht Übung und Geduld auch diese Dinge zu meistern. Fortschritte zu erkennen. Lass dir Zeit und überfordere dich nicht. Überforderung bestärkt nur deinen Schweinehund. Statistiken zeigen, dass es 21 Tage dauert bis ein neues Vorhaben eine Gewohnheit wird.

 

Fazit

Der Schweinehund wird immer ein Teil von dir bleiben. Du kannst ihn aber zähmen und Frieden mit ihm schließen wenn du ihn richtig erziehst. Wie mit jedem Haustier, dem du einen Trick beibringen willst, braucht es viel Liebe, Geduld und Übung. Aber mit der Zeit wird er leiser und leiser und du kannst die Dinge tun, die du für richtig hältst. Sehe ihn wie deinen besten Freund. Wie früher in der Schule, wenn du mal mit deiner besten Freundin den Nachmittagsunterricht geschwänzt hast, um Süßigkeiten beim nächsten Bäcker zu kaufen und sie gemeinsam zu naschen. Ihr habt zwar den Nachmittagsunterricht geschwänzt, seid aber am nächsten Tag brav wieder in die Schule gegangen. Dein Schweinehund wird dich hin und wieder  verführen wollen (wie deine Freundin). Hin und wieder wirst du dich auch verführen lassen, aber solange du dein Ziel nicht aus den Augen verlierst wirst du immer wieder brav auf deinen Weg zurückkehren, um dein Ziel auch zu erreichen.

 

Zuerst gesehen auf Caramelsecrets.de 

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