Superfoods – Was die Mainstream Medien Dir nicht verraten

Es ist Abends und ich mache unsere Tochter gerade fertig fürs Bett. Als mein Freund mich ruft, ich soll mich doch zu ihm ins Wohnzimmer setzten, es kommt was in den Nachrichten das mich interessieren könnte. Es geht um Superfoods. Fast schon eine Trendbegriff 2016.

Hierbei nennen sie die Beispiele Goji Beeren und Chia Samen. Der Reporter erzählt das sogar Ernährungswissenschlaftler vor den vermeintlichen Gesundmacher warnen, da sie sehr mit Pestiziden oder gar Mineralöl belastet sein können.

Das kann ich mir auch vorstellen. Es gibt immer wieder Firmen die nur auf Profit aus sind. Die auf den Gesundheitszug aufspringen wollen und kein Wert darauf legen das Ihr Produkt für uns Endverbraucher sicher und verträglich ist. Leider kann man auch nicht allen Produkten in einem Biosupermarkt blind vertrauen. Doch was mich sehr an diesem kurzen 3 Minuten Bericht angepisst hat ist dieser Grund:

Anhand des Beispiels der Chia Samen erklärt der Reporter warum diese Samen derzeit so gehyped werden. Weil sie reich an Omega 3 und 6 Fettsäuren sind. Das sind wichtige Fettsäuren die wir brauchen, unser Körper sie aber nicht selbst herstellen kann. Wir sind also darauf angewiesen  sie aus der Nahrung zu holen. Ausser gute Fette liefern Chia Samen auch noch Eiweiß. Soweit so gut.

Doch anstatt uns Verbraucher zu erklären wie man gute und sichere Produkte (in diesem Fall Chia Samen) erkennt,  Empfehlen sie uns die Superfoods ganz links liegen zu lassen und stattdessen Rapsöl zu uns zu nehmen um die gleichen Nährstoffe zu erhalten. 

Ja Ja das hättet ihr am gern, liebe Lebensmittelindustrie!
Es ist schon richtig, das Rapsöl diese essenziellen Fettsäuren enthält, doch das Herstellungsverfahren um das Öl überhaupt erst zu gewinnen macht das Öl sehr instabil. Was das bedeutet erkläre ich weiter unten.

Damit du weisst warum mir dieser Bericht bzw. diese Anmerkung so gestunken hat, musst du wissen was Rapsöl eigentlich ist und wie es hergestellt wird.

Früher in den 50er Jahren wurde Rapskernöl in der Industrie zum Schmieren von Dampfmotoren benutzt. Es war billig in der Herstellung aber durch Komponenten wie

  • Erucasäure (eine Fettsäure die bei Ratten Herzschädigungen hervorgerufen hat) und
  • Glucosinsolate (Bitterstoffe die das Öl für uns Menschen ungeniessbar machen) für den Verzehr ungeeignet.

1973 kreierten kanadische Wissenschaftler in komplizierten Züchtungsverfahren jedoch eine Rapspflanze die viel weniger dieser gefährlichen und bitteren Stoffe enthält (man merke ich schreibe „viel weniger“ und nicht gar nicht mehr), so dass das heutige Rapsöl uns als Gesundheitsförderndes Öl verkauft und angepriesen wird.

Das Herstellungsverfahren von Rapsöl ist ziemlich kompliziert und alles andere als natürlich. Das Öl wird anhand einer giftigen Flüssigkeit namens Hexane aus dem Rapskern extrahiert. Ganz im Gegensatz zu der Herstellung von Butter oder Olivenöl.

Schon bei der Herstellung wird das Öl beschädigt weil es sehr hoher Hitze ausgesetzt wird , deshalb wird es auch in einem weiteren Verfahren vom Geruch neutralisiert.

Eine amerikanische Studie hat ergeben das 0.5% bis 4.2% der Fettsäuren in amerikanischen Supermarkt lagernden Rapsöl oder Sojaöl giftige Transfettsäuren enthalten. Diese können im Körper freie Radikale bilden die zu Krebs führen  oder auch zu Herzkrankheiten führen können. (Das Öl ist instabil).

Kaltgepresstes Rapsöl ist weitaus weniger schädlich, jedoch nutzten die meisten Hersteller das o.g. Produktionsverfahren.

Aber nun zurück zu den Superfoods.

Was ich mir von diesem Bericht gewünscht hätte wäre zumindest eine Hilfestellung wie wir sichere Superfoods bzw. überhaupt sicher hergestellte Produkte erkennen können.

Aber das sind typisch Mainstream Medien.

Wenn Du wie ich nicht auf Superfoods  verzichten willst, verrate ich dir den Teil den dieser Nachrichtenbericht vergessen hat  zu erwähnen.
Auf was kann ich achten um sicher hergestellte Produkte zu erkennen?
In Europa gibt es verschiedene Gütesigel die Dir anzeigen das ein Produkt auf EU-Norm ökologisch hergestellt wurde. Eines davon ist die EU-Bio Kennzeichnung

 


EU-Bio-Logo und Kennzeichnung

Das Logo und die Kennzeichnungsvorschriften sind wichtige Elemente der ökologischen/biologischen Verordnungen. Mit diesem Rechtsrahmen schafft die Europäische Union die Bedingungen, unter denen die ökologische/biologische Landwirtschaft ihre Produktion an die Marktentwicklungen anpassen kann. Dadurch werden die Standards erhöht und Einfuhr- und Inspektionsbedingungen verschärft.
Das wichtigste Ziel des EU-Logos ist es, dass zertifizierte Bioprodukte für die Verbraucher einfacher zu erkennen sind. Darüber hinaus verleiht es dem Sektor eine visuelle Identität und trägt zur allgemeinen Kohärenz und zum reibungslosen Funktionieren des Binnenmarktes in diesem Marktsegment bei.
(Quelle: www.ec.europa.eu/agriculture/organic/index_de.htm)

Das garantiert dieses EU Bio Logo:

Dass…

  • bei der Produktion der Naturschutz berücksichtigt wird.
  • die Produkte nachhaltig hergestellt werden.
  • einmal pro Jahr ein Kontrollbesuch bei jedem Hersteller vorgenommen wird, um die Einhaltung der Anforderungen an ökologische Produktion sowie der Gesundheits- und Verbraucherschutzbestimmungen zu gewährleisten.
  • landwirtschaftliche Nutztiere freien Auslauf haben und gut behandelt werden.
  • die Produkte keine genmanipulierten Inhaltsstoffe enthalten.
  • strenge Regeln für die Verwendung chemischer Pestizide und Düngemittel sowie Antibiotika gelten.
  • die Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen, Verarbeitungshilfsstoffen und anderen Stoffen stark begrenzt ist.
  • die meisten Produktionsmittel auf dem Hof von diesem Hof selbst stammen und unter Einsatz lokaler Ressourcen und lokalen Fachwissens entstehen.
  • Wann immer Sie also ein ökologisches/biologisches Produkt in Ihrem Supermarkt kaufen oder sich im Restaurant für einen ökologischen Wein entscheiden, können Sie sich darauf verlassen, dass strenge Regeln hinsichtlich Umwelt- und Tierschutz eingehalten wurden.  

 

Mehr über das EU Bio-Logo und ihre Mission findest du hier http://ec.europa.eu/agriculture/organic/index_de.htm
 

DAS ist was die Mainstream Medien Dir nicht verraten.
Wenn Du also sicher gehen möchtest dass deine Superfoods sicher und Umweltgerecht hergestellt werden, dann ist dies das Zeichen auf das du beim nächsten Einkauf achten kannst.

Es ist so wichtig sich selbst zu informieren und sich nicht einfach Informationen vorsetzten zu lassen. Denn oftmals ist es Angstmacherei und Halbwahrheiten. Besser ist es daher sich seine eigenen Meinung zu bilden. Wie stehst Du dazu, verrate es mir unten in den Kommentaren.

Ganz Liebe Grüsse & Bis bald

Deine

Lissy

2 Replies to “Superfoods – Was die Mainstream Medien Dir nicht verraten”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.