Emotionales essen – Bist du betroffen?

Heute melde ich mich mit einem Thema wovon ich glaube das ziemlich viele Frauen davon betroffen sind.
Mit dem heutigen Artikel möchte ich auf das Thema „Emotionales essen“ aufmerksam machen.

Ich betone dies, denn ihr werdet im heutigen Artikel kein Heilmittel von mir erfahren.  Aber ich werde dir Tipps geben wie du auf deine Verhaltensweisen mehr aufmerksam wirst.

Wer sich selbst bewusster wahrnimmt und mehr Aufmerksamkeit für sein Verhalten im Alltag zeigt kann oft viel bewirken wenn es darum geht unerwünschtes Verhalten abzulegen. Mir ging es jedenfalls so.
 
Bist du ein emotionaler Esser?

Im Grunde sind wir das alle. Denn in unserer Kultur gehört Essen zu vielen Traditionen einfach dazu. Das ist auch weiter nicht schlimm.
Als Kinder werden wir geprägt. Von unseren Eltern, von Freunden unserer Gesellschaft. Wir bekommen als Kinder Werte und Traditionen vermittelt. Diese sind allerdings nicht unsere eigenen Werte und Traditionen sondern die der Leute die uns geprägt haben. Man könnte auch sagen das wir „Programiert“ wurden gewisse Glaubenssätze anzunehmen.

Kennst du diesen Satz?
Oma: „Weine nicht mein Schatz, dafür bekommst du ein Eis und dann geht es gleich wieder besser“

Gab es Ärger in der Schule sagt die Mutter:
„Ich mache heute dein Lieblingsessen und dann fühlst du dich wieder besser“

Wir feiern mit Essen. Wir trauern mit Essen.

Essen ist ganz stark in unserer Kultur verankert. So sehr das wir es uns oft gar nicht anders vorstellen können.

Später als Erwachsender sind wir aufgrund solcher Sätze darauf „programmiert“ zu essen wenn es uns schlecht geht. Das klassische Beispiel ist die die Frau die gerade von ihrem Freund verlassen wurde und sich mit einem grossen Eis das Gesicht vollstopft um sich zu trösten.

 

 

 

 

 

Dann kann es problematisch werden, denn wir versuchen in dem Moment mit Nahrung eine Lücke zu füllen.  Das funktioniert leider nicht auf Dauer. Andere Beispiele warum wir essen ohne wirklich Hunger zu haben können sein:

  • Einsamkeit
  • Trauer
  • Wut
  • Frustration
  • Langeweile
  • Gewohnheit
  • Negatives Selbstwertgefühl uns selbst gegenüber

Solltest Du dich hier wieder erkannt haben dann unbedingt weiterlesen.

Emotionales essen ist immer häufiger ein Thema, gerade bei Frauen. Eine Facebook Umfrage hat mir das bestätigt und auch die vielen Artikel im Netz die ich zum Thema gefunden habe.

Auch ich bin davon betroffen.

Wir  Frauen tendieren dazu Ereignisse oder unerwünschte Gefühle die gerade nicht in unser Leben passen zu verdrängen. Wir wollen andern zeigen das wir alles im Griff haben und bei mir alles in Ordnung ist. Wie gut das die anderen Menschen gerade nicht in uns hineinsehen können um wirklich zu wissen was in unserem Seelenleben vorgeht.

Ein persönliches Beispiel:

Als Kind bin ich oft alleine gewesen. Nach der Schule waren meine Eltern noch arbeiten, meine grössere Schwester selbst in der Schule. Da ich alleine nicht raus durfte, damit mir nichts passiert, habe ich nach den Hausaufgaben den Fernseher eingeschaltet und gegessen.  Wenn ich darauf zurückblicke, weiss ich heute das ich wohl aus Langeweile und oder aus Einsamkeit gegessen habe. Die fehlende Bewegung kam dann noch dazu das ich langsam aber sicher zunahm.
Und weil keiner da war um zu kontrollieren was ich esse, ass ich natürlich nicht unbedingt die gesündesten Sachen. Das Ganze passierte unbewusst.

Warum ist das so?

Ich bin kein Wissenschlaftler und auch kein Arzt aber anhand meiner eigenen Erfahrung und die Informationen die ich aus Büchern und dem Internet geholt habe ist es wohl wie folgt:

Dein Körper ist immer auf Selbstschutz gepolt. Wenn du also Ereignisse, Erinnerungen oder Gefühle unterdrücken willst, stuft dein Gehirn sie  als „gefährlich“ ein. Eine drohende Gefahr.
Jedes Mal wenn dein Gehirn dann solch ein Gefühl oder eine Erinnerung wahrnimmt um diesen eigentlich verarbeiten zu wollen,  sagt dein Körper „nein, das ist gefährlich“  und schüttet Stresshormone aus. Ich verspüre es als nervöses Gefühl in der Magengegend. Es kommt plötzlich und ist ganz intensiv.

Obwohl ich genau weiss das es kein Hungergefühl ist, brauche ich dennoch in diesem Moment etwas zu Essen um den Stress den ich in dem Moment verspüre zu lindern. Meist mit etwas süssem.

Andere greifen zu extremem Sport, der andere zur Zigarette und wiederum andere zum Essen oder Alkohol.
Die Beruhigung ist  eben nur von kurzer Dauer und das eigentliche Problem ist damit auch nicht gelöst.

Weil wir in diesem Moment nicht der Nährstoffaufnahme wegen zum Essen greifen,  sabotieren wir uns selbst. Denn wir wissen ganz genau das diese Verhalten uns nicht dienlich ist. Eigentlich wollen wir auf unseren Körper achtgeben aber gleichzeitig können wir nicht aufhören zu essen.
Dazu kommt noch das die Lebensmittelindustrie genau weiss wie sie ihre Produkte zusammenstellen muss um bei dir den Punkt auszulösen mehr zu wollen. Die Produkte sind dazu designed süchtig zu machen um möglichst viel davon zu verkaufen.

Was also tun?

Wie am Anfang schon gesagt kann ich dir heut kein Heilmittel für emotionales Essen anbieten.
Denn was wirklich hilft ist das eigentliche, tiefliegende Problem Schritt für Schritt zu lösen.

Allerdings möchte ich dir ein  paar Tipps an die Hand geben die mir helfen meine Verhaltensmuster besser zu erkennen und meine Wahrnehmung zu schärfen.
Denn erst wenn du deine Verhaltensmuster kennst, kannst du anfangen Veränderungen zu machen.

1. Meditation

Für mich ist meditieren eine Wahrnehmungsschärfung. Du wirst dir und deiner Umwelt mehr bewusst. Dir fallen Dinge an dir selbst und an andere Menschen mehr auf. Ausserdem wirst du kreativer und findest eigene Lösungswege für Probleme die dir in dem Moment unlösbar scheinen.

Ich habe vor ca. 1,5 Jahren mit dem Meditieren angefangen und zwar mit Hilfe einer App. Headspace.

App in der du Schritt für Schritt die Technik des Meditierens erlernst. Ganz Sachlich und ohne Schnick Schnack. Und das für nur 10 Min am Tag. Leider nur auf Englisch aber ganz simpel erklärt.

Mehr über die App hier: https://www.headspace.com/

Jetzt meditiere ich mit einem Programm das sich Zen12 nennt. Wenn dich der Hintergrund von Meditation an sich nicht so interessiert du aber dennoch die Vorzüge des Meditierens geniessen möchtest, kann ich dir dieses Programm sehr empfehlen. Dieses Programm nutzt die Methode „Brainwave Entrainment“ also grob übersetzt Gehirnwellensynchronisation. Mit Hilfe von bestimmten Frequenzen werden unsere Gehirnwellen trainiert. Das gleiche wie bei der „manuellen“ Mediation jedoch mit schnelleren Ergebnissen. So erhältst du die Vorteile von einer Stunde Meditieren in nur 12 Minuten.

Zen 12 ist leider auch nur auf Englisch erhältlich, jedoch hast du die Option die Ton Frequenzen mit Entspannungsmusik hinterlegt zu hören. Musik ist ja international und bedarf keiner Sprache. Jedoch gibt es im deutschen Netz ebenfalls schon einige Anbieter dieser Methode.

Mehr zu Zen12 hier: https://www.zen12.com/

2. Buch führen

Wenn du dir Aufschreibst in welchen Situationen Du zum Essen greifst obwohl du keinen Hunger hast, kannst du deine eigenen Verhaltensmuster ziemlich schnell erkennen und dann für dich ein anderes Verhalten aussuchen das du stattdessen machst.
Z.B. Während du fleissig über dein Essverhalten Buch geführt hast, ist dir aufgefallen das du immer dann zum Essen greifst wenn du dich geärgert hast um dich besser zu fühlen. Jetzt wo du das weisst kannst du eine ganz bewusste Entscheidung treffen anderes zu reagieren als etwas zu essen. Vielleicht gehst du eine Runde um den Block oder du Tanzt deinen Frust weg.

3. Dich ehrlich selbst fragen

Vielleicht weisst du gar nicht warum du ständig das Bedürfnis hast zu essen. Dann würde ich zusätzlich zum Buchführen dich selbst fragen an was du gerade gedacht hast in dem Moment wo du zum Essen gegriffen hast. Vielleicht denkst du gerade an einer längst vergangen Situation die du nicht richtig verarbeiten konntest oder du glaubst du bist für etwas nicht gut genug oder du trainierst nicht hart genug um deine Ziele zu erreichen. Wenn du das dann weisst kannst du dann angehen diese Probleme oder Gedanken oder Ereignisse zu lösen, verändern oder zu verarbeiten.

Fazit:
 
Das für manche Menschen nicht  ausschliesslich gesunde Ernährung und Sport zu einem besseren Körper verhelfen wurde mir Anfang diese Jahres so bewusst wie noch nie.

Ich habe zwei „Vorher“ Fotos von mir miteinander verglichen. Einfach um zu sehen wie sich mein Körper seither verändert hat.

Das erste Bild war vor 3 Jahren als ich mit meiner Ernährungsumstellung begonnen habe. Ich fühle mich deutlich unwohl in meiner Haut und natürlich weil ich auch das Foto machen „musste“. Das zweite Foto war als ich im April 2016 die 8 Wöchige Bikini Challenge begonnen habe. Zwischen beiden Fotos liegen knapp 3 Jahre doch rein die Figur hatte sich nicht viel verändert obwohl ich nun sehr sportlich geworden bin und auch auf meine Ernährung mehr acht gebe. Was war da los?

Zwischendurch hat sich mein Körper schon verändert wie dieses Foto beweist

Doch ich konnte diese Figur auf Dauer nicht halten. Es war auch verdammt harte Arbeit.

Was mir allerdings auf dem 2. Vorher-Foto aufgefallen war ist das ich mich auf dem Foto vom April 2016 deutlich wohler in meiner Haut gefühlt habe. Ich lächele darauf und mache sogar ein Pose. Es ist mir anzusehen das es mir wesentlich weniger ausmacht in knapper Kleidung für diese Foto  zu posieren. Der unterschied liegt darin das ich gewisse Glaubensätze mir selbst gegenüber geändert habe. Ich habe mich innerlich verändert und bin dadurch nicht so sehr auf mein Äusseres fixiert.

Deine innere Welt bestimmt deine äussere Welt.

Wenn Du mit dir selbst nicht im reinen bist, wird dein Körper immer wieder Wege finden dir Signale zu geben um dich selbst zu sabotieren.
Ich würde nicht behaupten dass ich heute nur noch aus Hunger esse. Manchmal schmeckt es mir einfach und ich steh dazu. Ich mache mir und meinem Körper nicht unnötig Stress deswegen.Ich bin mir meiner Sache eben bewusster und kann dadurch bewusstere Entscheidungen für mich treffen. Weniger Stress bedeutet weniger Kortisol im Körper und dadurch weniger Grund für deinen Körper an den extra Pfunden fest zu halten.Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Artiekl einen neuen Denkanstoss geben.Das nicht immer mangelnde Disziplin dahinter steckt wenn es Dir schwer fällt Deine persönlichen Abnehmziele zu erreichen. Denn öfters als man glaubt können es emotionale Ursachen haben warum wir uns selbst im Weg stehen obwohl wir doch glücklicher sein wollen. Besser aussehen und uns besser fühlen wollen.

Hast du auch Erfahrungen mit diesem Thema gemacht oder hab ich dich zum Nachdenken anregen können? Schreibe mir doch unten einen Kommentar, dann können wir unserer Erfahrungen miteinander teilen.

Liebe Grüsse

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